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MorphoSys Downgrade


07.11.2002
Stadtsparkasse Köln

Die Aktie der MorphoSys AG (WKN 663200) ist für die Analysten der Stadtsparkasse Köln nur noch ein "Underperformer".

Das Tätigkeitsfeld von MorphoSys sei die Entwicklung und Anwendung von Technologien, die zur Entdeckung neuer Medikamente beziehungsweise krankheitsassoziierter Zielmoleküle beitragen und die Methodenentwicklung beschleunigen würden.

MorphoSys ziehe die Notbremse zur Liquiditätssicherung. Die liquiden Mittel sollten bis Ende 2002 auf nur noch 15 Mio. Euro sinken und würden das Unternehmen zum zweiten Strategiewechsel innerhalb weniger Monate zwingen. Das Personal werde um 24% abgebaut und nun sollten Partner für die riskante Eigenentwicklung von Medikamenten bereits vor Aufnahme teurer klinischer Untersuchungen gewonnen werden. Bisher sei dies erst ab der zweiten klinischen Phase geplant gewesen. Ursache für den sinkenden Bestand an liquiden Mitteln seien zum einen hohe Kosten für die Aufnahme einer eigenen Medikamentenentwicklung sowie hohe Aufwendungen für Patentstreitigkeiten und das Ausbleiben fest eingeplanter neuer Kooperationsverträge mit zahlungs-kräftigen Pharmafirmen. Durch die angekündigten Maßnahmen solle die Fortführung des operativen Geschäfts für drei weitere Jahre gesichert sein, nach bisherigen Planungen hätten die liquiden Mittel bis zum Frühjahr/Sommer 2003 gereicht.

Ursache für den zweiten Strategiewechsel sei das erst vor wenigen Monaten vorgestellte neue Geschäftsmodell. Neben Technologien sollten nun auch eigene Arzneimittel entwickelt werden. Im Jahr 2006 solle das Unternehmen profitabel sein. Um dieses Ziel zu erreichen sollten Lizenzen von zwei vielversprechenden Präparaten verkauft werden. Allerdings sei bereits bei Vorstellung des neuen Geschäftsmodells die Finanzierung der Entwicklungsprojekte unklar gewesen.


Bei der angekündigten Beteiligung am US-Unternehmen Xoma seien MorphoSys Rechenfehler unterlaufen. Die Beteiligung falle mit 9,2% höher aus als bislang mitgeteilt und MorphoSys müsse mehr Geld für Tantiemen an Xoma überweisen.

Für die ersten neun Monate 2002 weise MorphoSys einen um 2,5% auf 12,4 Mio. Euro gestiegenen Umsatz aus, wobei im dritten Quartal ein Umsatz-Rückgang um 12% auf 3,7 Mio. Euro zu verzeichnen gewesen sei. Der Fehlbetrag habe sich im dritten Quartal auf 6,8 Mio. Euro vervierfacht und belaufe sich nach neun Monaten auf 15,2 Mio. Euro. Für das Gesamtjahr halte das Unternehmen an der Umsatzprognose von 16 Mio. Euro fest. Mit Prognosen, wann die Gewinnschwelle (bisher für 2006 geplant) erreicht werden solle, halte sich das Unternehmen zurück.

Der angekündigte Einstieg in die Medikamentenentwicklung sei mit sehr hohen finanziellen Aufwendungen und erheblichen Risiken, aber auch Chancen verbunden. Die Finanzierung der Medikamentenentwicklung sei von Anfang an zweifelhaft geblieben. Wann die Gewinnschwelle erreicht werden solle, bisher für 2006 geplant, sei nach dem erneuten Strategiewechsel unklar. Der jüngste Strategiewechsel sei aus der Not geboren worden, da die Finanzmittel auf ein unternehmensgefährdendes Maß bis zum Jahresende abnehmen würden. Teure Patentstreitigkeiten würden das Unternehmen ebenso wie das Ausbleiben fest eingeplanter Kooperationen zur Aufbesserung der angespannten Liquiditäts-Situation belasten.

Sollte eine Partnerschaft mit einem finanzkräftigen Unternehmen abgeschlossen werden können, seien Kurssteigerungen nicht auszuschließen, eine Wette darauf erscheine dem Researchteam der Stadtsparkasse Köln aber sehr riskant. Die negativen Nachrichten (Rechenfehler bei Xoma, Scheitern der Fusions-Verhandlungen mit British Biotech, Liquiditätsengpass) würden nicht abreißen.

Vor diesem Hintergrund nehmen die Analysten der Stadtsparkasse Köln ihre Einschätzung für die Aktien von MorphoSys von "Marketperformer" auf "Underperformer" zurück.




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